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Künstler:   Ted Leonard        Titel:   Way Home  
Produkt: CD      VÖ:     14.11.2007  
Label/Vertrieb:  Eigenvertrieb            
Biographie

Ted Leonard: „Way Home“

Mit sieben ab 1993 erschienenen Studioalben haben sich Enchant in die Herzen all jener gespielt, denen eine geschmackvolle Melange aus Neoprog, Metal und Melodic Rock mundet. Ihrer „Tug Of War“-Tour 2003 folgte der auf CD und DVD erhältliche Mitschnitt „Live At Last“, seither ist es – zumindest hierzulande – um die Band aus Kalifornien ruhiger geworden. Ihr Frontmann Ted Leonard kommt jetzt allerdings mit einer faustdicken Überraschung um die Ecke: Auf seinem ersten Soloalbum „Way Home“ outet er sich als waschechter Christenrocker.

14 Songs, davon fünf vollständig überarbeitete Enchant-Titel sowie neun neue Stücke, hat Ted Leonard für „My Way“ in seinem Homestudio aufgenommen. Natürlich singt er, außerdem stammen alle Gitarren- und Bassparts von ihm selbst. Am Schlagzeug nahmen Leonhards Enchant-Kollege Sean Flanegan und – sozusagen als Überraschungsgast – Spock’s Beard-Drummer Nick Di’Virgilio Platz. Letzteres zu Leonards besonders großer Freude: „Ich hatte Nick angefragt“, sagt er, „aber nicht wirklich mit einer Zusage gerechnet. Dass er mit von der Partie war, macht mich als langjährigen Beard-Fanboy stolz, und Nick hat maßgeblichen Anteil am Feintuning und damit letztlich am Tiefgang des Albums.“

Womit wir beim Thema wären: „My Way“ bietet nicht Progressive Rock im engeren Sinne, sondern ebenso anspruchs- wie stimmungsvollen, gitarrenbasierten Adult-Rock mit Singer/Songwriter-, phasenweise auch Alternative-Attitüde. Schöne Beispiele dafür sind Titel wie „Submerged“, „Once A Week“, „Take This Cup“ oder „Thank You“ – allesamt nachzuhören auf Leonards Myspace-Seite (www.myspace.com/tedleonard).

Mindestens genau so wichtig wie die Form ist bei „My Way“ der Inhalt: Wie sein Musikerkollege Neal Morse von Spock’s Beard, ist Ted Leonard von tiefem Glauben durchdrungen, und ebenso wie der Genannte hält er damit ganz und gar nicht hinter dem Berg – die Lyrics sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Fühlt er sich damit der besonders in den USA florierenden Christenrock-Szene zugehörig? „Gute Frage“, so Leonard. „Müsste das Album kategorisiert werden, dann sicherlich so. Andererseits aber finden fast alle Konzerte von Künstlern dieser Richtung in Kirchen statt, vor einem Publikum, das andächtig und oft regungslos auf seinen Sitzen verharrt. Das wäre wohl nichts für mich. Ohnehin muss sich noch zeigen, wie und wo wir „My Way“ auf die Bühne bringen können. Passieren soll das auf jeden Fall, am allerliebsten wieder mit Nick Di’Virgilio in der Band.“

Einen internationalen Vertrieb für „My Way“ gab es zum Verkaufsstart nicht. Ted Leonard veröffentlicht das Album in Eigenregie, erhältlich ist es zunächst über die Enchant-Homepage (www.theoasis.cc), über den amerikanischen Online-Händler cdbaby.com sowie zum Download bei iTunes und Napster. Einschlägige europäische Mailorder, auch auf christliche Musik spezialisierte Vertriebsfirmen, sollen folgen. Zunächst einmal kaum Chancen auf einen kommerziellen Knaller also, obwohl das Songmaterial ohne Frage die Voraussetzungen dafür mitbrächte. Für Leonard ein Problem? „In meinem Musikerleben bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mir keine großen Illusionen mehr mache. Verkaufserfolg wäre schön. Solange ich aber nicht in größerem Umfang draufzahlen muss, ist er nicht entscheidend. Ich möchte ein künstlerisches Statement abgeben und nicht zuletzt auch ein Glaubensbekenntnis, darauf kommt es mir jetzt an.“

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